Volksskilauf bringt Tschechen und Deutsche zusammen

von Steffi Macharowsky (Kommentare: 0)

Volksskilauf bringt Tschechen und Deutsche zusammen

Furth im Wald. (reit) Die Bedingungen waren phasenweise schon grenzwertig beim 17. Grenzüberschreitenden Volkskilanglauf am Sonntag, der heuer von  Capartice zum Liftstüberl  am Voithenberg führte. Wind, Nieselregen und zum Teil schwierige Loipenverhältnisse (die ersten drei Kilometer mussten die Langlaufskier  mangels Schnee getragen werden)  hatten dafür gesorgt, dass sich   in diesem  Jahr nur rund 100 Teilnehmer einfanden, wobei die tschechischen Teilnehmer einmal mehr in der Überzahl waren. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass sich bei dieser Veranstaltung, die  seit 1997  jedes Jahr  im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Furth im Wald  und Domažlice  abgehalten  wird, schon bis zu 400 Teilnehmer verzeichnet wurden.  Der Skiclub Furth im  Wald erwies sich als ausgezeichneter Organisator, der in der Vorbereitung unterstützt wurde  vom Skiclub Domažlice. Erfreulich war, dass sich mit Sportreferent  Toni Schmidt und Gerhard Breu auch zwei Stadträte beteiligt hatten.

Die deutschen Teilnehmer hatten sich auf dem Skilift-Parkplatz eingefunden und wurden dann mit einem  Wess-Bus nach Capartice gebracht. Wenigstens hatte inzwischen der Regen aufgehört,  trotzdem konnten jedoch dort die schmalen Brettln nicht gleich angeschnallt werden, denn in der Loipe bis zur sogenannten Stadion-Kreuzung lag kein oder nur wenig Schnee. So konnten die Langlauf-Skier erst bei der Stadion-Kreuzung angeschnallt werden. Das hatte dann allerdings den Vorteil, dass bereits nach rund einem Kilometer die Verpflegungsstation am Malinová Hora/Beerenfels erreicht war, wo  die Mitarbeiter der Städtischen Wälder Domažlice unter der Leitung von Forstdirektor Jan Benda  Tee und schmackhafte Waffeln vorbereitet hatten. Wer es etwas „härter“ liebte, für den gab es  auch Grog oder Bier.

Nach einer kurzen Rast  setzten die Skilangläufer ihre Fahrt fort.  Vorbei an der Lesní Chata/Waldhütte, den meisten besser bekannt als  Bendahütte,  führte die Strecke dann über Na Zlomu/Sattelhütte und den Grenzübergang Pod třemi znaky/Brombeerriegel vorbei an der Skilift-Bergstation.   Von dort ging es dann quasi nur noch bergab  vorbei am Wendelin-Marterl, den Querungen der Skiliftabfahrten in Richtung Weizriegel und von dort zur Talstation des  Skiliftes Voithenberg.   „Das war viel schöner als die Strecke zum Gibacht“, schwärmten manche Teilnehmer.

Am Liftstüberl angekommen überreichte Steffi Macharowsky die schönen Teilnehmer-Urkunden sowie als Zugabe Brezen und Pikotten. Zudem gab es kostenlos Tee.

Dort hieß dann Skiclub-Vorsitzender Wolfgang Schromm  die Teilnehmer  herzlich willkommen, wobei sein besonderer Gruß den Bürgermeistern Sandro Bauer und  Miroslav Mach, Forstdirektor Jan Benda und Martin Janovec vom Skiclub Domažlice galt. Schromm sprach von einer   nicht einfachen Strecke, die von den Skilangläufern in Angriff genommen wurde. Alle seien aber zum Glück gesund angekommen. Erfreut zeigte er sich auch über die Teilnahme der Stadträte Toni Schmidt und Gerhard Breu. Sein Dank richtete sich an die Bergwachtbereitschaft unter  der Führung von Dominik Schönberger, welche die Veranstaltung sanitätsdienstlich betreut hatte sowie an Förster Josef Hofstetter von der Voithenberg‘schen Gutsverwaltung. Ein besonderes Lob hielt er für Loipenspurgerätefahrer Thomas Roßmann parat,  der bei dem wenigen Schnee die Strecke gut in Form gebracht habe.  Auf tschechischer Seite galt dafür Jan Skala ein Dank.

Bürgermeister Miroslav Mach zollte allen Respekt, dass sie bei diesem Wetter die 16 Kilometer lange Strecke geschafft hatten.  Er sprach die Hoffnung aus, dass sich alle 2019 wieder an dieser Veranstaltung beteiligen. Zugleich informierte er, dass sich die Stadt Domažlice ein neues Loipenspurgerät anschaffen werde. Sein Amtskollege Sandro Bauer zeigte sich erfreut, dass trotz der widrigen Umstände der 17. Volksskilanglauf  durchgeführt werden konnte. Da die Bedingungen zum Teil gefährlich gewesen seien, war er deshalb froh, „dass alle gesund angekommen sind“. Bauer ließ nicht unerwähnt, dass das grenzüberschreitende Skilanglaufgebiet Gibacht-Čerchov durch eine Zertifizierung durch den Deutschen Skiverband auf eine höhere Qualität angehoben werde. Martin Janovec dankte allen Teilnehmern, dass sie so früh aufgestanden waren und trotz des schlechten Wetters teilgenommen haben.  Er dankte dem Skiclub Furth im Wald für die Vorbereitung der Veranstaltung und  er zeigte sich insbesondere begeistert vom letzten Abschnitt der Strecke mit den langen Abfahrten. Janovec informierte, dass nun wieder an jedem Wochenende die Hütte am  Malinová Hora geöffnet ist. Schließlich rief er alle Teilnehmer dazu auf, zum Volksskilanglauf 2019 auch die Freunde mitzunehmen, damit diese sehen können, wie schön dieses Gebiet ist.

Anschließend standen tschechische und deutsche Skilangläufer noch in gemütlicher Runde zusammen, wobei sich zeigte, dass inzwischen in der Loipe schon  viele Freundschaften entstanden sind.



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